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Wenn ich morgens vor dem Spiegel steh'...
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Wenn ich morgens vor dem Spiegel steh'
Und darin meine eig'nen Augen seh',
Erkenne ich den Sinn nicht mehr,
Ist alles hohl, ist alles leer.
Ich stehe da und fürchte mich,
Denn was ich sehe bin nicht ich.
Man möchte jedem nur gefallen
Und richtet sich im eig'nen Tun
nach ihrem Wunsch, nach möglichst allen,
Jetzt sieh' mich an, hier steh' ich nun.
Ich stehe da und fürchte mich,
Denn was ich sehe bin nicht ich.
Ich trage schwer an einem Kreuz,
Der Rücken schmerzt mir schon,
Da hör ich eine Stimme sagen
Das hast Du Dir selbst eingebrockt,
Ich helfe Dir, mein Sohn.
Swen Kölbel
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